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Ausstellung

Illegio

Juni bis November im kleinen friulanischen Bergdorf Illegio (ganz in der Nähe von Tolmezzo). Im 22-ten Jahr sind auch heuer wieder Meisterwerke aus ganz Europa in der 300-Einwohner-Gemeinde zu bewundern.

11. Juni - 8. November 2026
Illegio, Casa delle Esposizioni

Hinweis: in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Mitte September bis Anfang November die Besucherzahlen sehr stark ansteigen. Es empfiehlt sich daher die Monate Juni-Juli-August zu nutzen. Idealerweise nicht am Wochenende, sondern unter der Woche Mo-Fr.



Reservierungen und Terminabsprachen für Führungen in deutscher Sprache können ab sofort per email an baumgardtclaudia@gmail.com oder telefonisch (+39 3491996631) erfolgen; ein QR Code an jedem Ausstellungsraum wird wieder den Zugang zur audioguide in deutscher Sprache ermöglichen.



KURZTEXT

DER DIALOG

Die Ausstellung „Il Dialogo“ in Illegio vereint etwa fünfzig bedeutende Kunstwerke vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, darunter Werke von Caravaggio, Stomer, Chagall und Picasso. Im Mittelpunkt steht das Thema Dialog als essenzielles Mittel zur Überwindung von Konflikten und zur Förderung von Frieden. Die Werke wurden sorgfältig ausgewählt, um nicht nur ästhetische Qualität zu zeigen, sondern auch eine tiefere symbolische Botschaft zu vermitteln. Viele Gemälde behandeln zwischenmenschliche Beziehungen, Spiritualität und die Suche nach Wahrheit.

Kurator Don Alessio Geretti hebt hervor, dass Dialog notwendig ist, um Gewalt und Missverständnisse zu vermeiden. Die Ausstellung versteht sich daher als kultureller und ethischer Appell: Sie lädt Besucher dazu ein, über Kommunikation, Verständnis und Menschlichkeit nachzudenken und den Dialog als Grundlage für ein friedliches Zusammenleben neu zu entdecken.






LANGTEXT

DER DIALOG

Illegio, Casa delle Esposizioni, 11. Juni – 8. November 2026

In Kürze werden sich wieder die Tore in Illegio zu einer neuen außergewöhnlichen Ausstellung öffnen: „DER DIALOG“. Nunmehr im 22. Jahr im Herzen der Carnia, werden heuer 50 Meisterwerke die Besucher auf eine Zeitreise durch zweitausendfünfhundert Jahre Kunstgeschichte begleiten, beginnend mit einer bedeutenden griechischen Vase aus dem 5. Jahrhundert v. C. bis hin ins späte 19. Jahrhundert.

Mit großer Freude möchte das Ausstellungsteam, zusammen mit dem Kurator Don Alessio Geretti, vormals auch Leiter am Heiligen Stuhl in Rom der künstlerischen Höhepunkte im Jahr des Jubiläums, die außerordentliche Qualität der gewählten Kunstwerke hervorheben. Unter ihnen befinden sich Gemälde von Caravaggio, van Stomer – von dessen Bild ein Ausschnitt für das diesjährige Plakat gewählt wurde –, Guercino, Giambattista Tiepolo – der in seinen leuchtenden Farben die biblischen Erzählungen malte –, Francesco Hayez – Meister des Risorgimento –, Giovanni Fattori – mit seinem antiheroischen und humanistischen Blick auf die problematische Epoche des Risorgimento –, Giuseppe de Nittis – der uns mit weiteren Künstlern seiner Zeit einen Blick auf das farbige Klima der Belle Époque gewährt, Pablo Picasso – mit einem Werk, das fragend die Seele zu durchdringen scheint –, Marc Chagall – der Maler der Träume aus einer Zeit der Albträume –, und noch viele mehr. Vierzehn Kunstwerke stammen wieder aus privaten Sammlungen, die bislang der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich waren.

Ein durchaus aktuelles und spannendes Thema, wie das des Dialogs, möchte den Geist und das Herz der Besucher erreichen, ausgehend von seiner korrekten Kenntnis, der erfolgreichen Ausübung, möglichen Hindernissen und den Auswirkungen auf das Leben der Menschen, der Völker, und sogar der Künste. Das Thema erhält gerade in unserer heutigen Zeit eine extreme Bedeutung, in der zahlreiche Krisenherde gerade wegen eines fehlenden Dialogs zwischen den Menschen, den Völkern, den Institutionen und den Systemen entstanden gehen. Zweifellos führen fehlende Dialoge letztendlich zur Verhärtung von Positionen und zum Anwachsen von Gewalt.

Einerseits möchte die Ausstellung wieder eine starke spirituelle und ethische Botschaft aussenden, andererseits ist sie, über ein Bestaunen des Schönen hinaus, ein Akt der Liebe und Intelligenz, die jedem Besucher durch die Betrachtung von Kunstwerken, die man kaum in der Region Friuli erwartet hätte, ermöglicht wird.

Der Dialog ist das Herzstück aller Kulturen unserer Welt für das friedliche Zusammenleben der Menschen. Im Dialog manifestiert sich neben dem Willen um die Suche nach Wahrheit, nach Gerechtigkeit und Frieden auch das natürliche menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft. Der Dialog bildet die Grundlage unserer abendländischen Zivilisation, ausgehend von den Dialogen des Sokrates und den Schriften des Plato, über die unzähligen Dialoge in der Heiligen Schrift zwischen Gott und den Menschen, den Dialog über die zwei wichtigsten Weltsysteme von Galileo, bis hin zur Entwicklung der Diplomatie in den modernen Demokratien – die den Dialog als den Weg zum Gemeinwohl legitimiert hat

Reservierungen und Terminabsprachen für Führungen in deutscher Sprache können ab sofort per email an baumgardtclaudia@gmail.com oder telefonisch (+39 3491996631) erfolgen; ein QR Code an jedem Ausstellungsraum wird wieder den Zugang zur audioguide in deutscher Sprache ermöglichen.




Rückblick 2025

RICCHEZZA DILEMMA PERENNE

Kuratiert von Don Alessio Geretti
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Es waren 52 Meisterwerke zu sehen, die für eine fünfhundert Jahre umspannende Reise der Schönheit ausgewählt worden waren, die in der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts begann und bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts reichte. Caravaggio – der berühmte „Junge, der von einer Lucerta gebissen wurde“, eine Meditation über die gefährliche Anziehungskraft materieller Güter –, Tizian – zwei spektakuläre Werke –, Rembrandt – eine Tafel, auf der sein Pinsel den Gipfel der bewegenden Mystik zwischen Licht, Halbschatten und Intensität der Figuren auf der Bühne berührte –, Pieter Brueghel der Ältere – in einem unveröffentlichten Gemälde, bevölkert und festlich, wie nur er es sich vorstellen konnte –, aber auch Pelizza da Volpedo – die Hauptfigur eines der kraftvollsten und ikonischsten Gemälde des 20. Jahrhunderts, „Der vierte Stand“, dessen Hauptfigur der Künstler in dem Werk, das in der Ausstellung zu sehen war, in Lebensgröße vorweggenommen hatte –, Pablo Picasso – ein weiteres bisher unveröffentlichtes Werk, das in der Ausstellung in Illegio zu bewundern war – und Renato Guttuso – in einem farbenfrohen Fragment Siziliens, das im provokanten Kontrast zwischen Reichtum und Elend präsentiert wurde –; und wiederum Lorenzo Lotto, Filippino Lippi, Giovanni Bellini, Mattia Preti. Zu diesen Namen gesellten sich weitere, die zu verzaubern wussten.

Illegio hatte dieses Thema vor allem deshalb gewählt, weil es in dieser kritischen Zeit notwendig war, über die beiden möglichen Auswirkungen des Verbs „haben“ in unserem Leben nachzudenken, die eine zum Guten, die andere zum Bösen. Die besten Errungenschaften und Entdeckungen und der edelste Fortschritt der Völker wurden durch die Entwicklung und die Befreiung vieler aus Unwissenheit und Elend ermöglicht. Gleichzeitig waren die größte Gewalt, die schändlichsten Skandale und die wichtigsten Fragen, die wir uns angesichts wirtschaftlicher und finanzieller Makrosysteme und internationaler Konflikte stellten, die Folge einer ungesunden Beziehung zu materiellen Gütern.




Rückblick 2024

Il Coraggio - Der Mut

Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern seine Antwort. Mut ist, die Flucht als Überlebenstechnik und Anpassung als Strategie der Sicherheit zu verweigern. Mut ist nicht gleichzusetzen mit Furchtlosigkeit, er hat nichts mit Leichtsinn oder Impulsivität zu tun: In der Tat, wenn wir überhaupt keine Angst hätten, wären wir leichtsinnig, nicht aber mutig, und das Handeln hätte keinerlei moralischen Wert! Das Bewusstsein des mutigen Menschen erlaubt keine Lähmung, die die Angst in den Wesen, die sie beherrschen will, hervorrufen soll. Das kritische Gewissen des mutigen Menschen erkennt, dass die Missstände in der Welt nicht nur auf die Verbrechen einiger Wahnsinniger zurückzuführen sind, sondern ebenso auf die Feigheit so vieler Tatenloser: mutig zu sein bedeutet, Stellung zu beziehen, die Trägheit zu durchbrechen, mit der der Mensch sich mit der Unausweichlichkeit des Bösen abzufinden droht. Und auf die Verzerrungen der Wirklichkeit zu reagieren, das trägt im Kern ein gewisses Maß an Hoffnung in sich. Letztlich kann das mutige Gewissen die Vorstellung nicht ertragen, dass die Welt unveränderbar ist.

Koste es, was es wolle

Großartige Entscheidungen hängen nicht von der Zustimmung unserer Mitmenschen ab, selbst von jenen Menschen, die uns am nächsten stehen und mit denen wir durch starke Bande verbunden sind: Eine mutige Handlung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass diejenigen, von denen man normalerweise Anerkennung erwarten würde, nicht unser einziger Bezugspunkt sind: unser höchstes Vertrauen liegt woanders, weiter oben. Und so wie der Held der Antike nicht vorhersehen konnte, welches Schicksal ihn in seinem Kampf ereilen würde, so kann auch eine mutige Handlung auf Erden auf dieser Seite der Welt völlig ungewiss sein. Mut rechnet nicht mit einer möglichen Belohnung, nicht einmal nachträglich. Er tut Gutes, weil er gut ist. Er bezieht Stellung und sagt die Wahrheit, weil er die Unwahrheit ablehnt. Er widersetzt sich dem Bösen, weil es keinen anderen Weg gibt, Mensch zu sein, ob es Anerkennung, Dankbarkeit, Erfolg gibt, oder nicht. Dafür ist der tapfere Mensch bereit, gerechte und aufwendige Taten zu vollbringen, auch wenn sie völlig unsichtbar bleiben, aber in der Gewissheit, dass der fruchtbare Samen, aus dem die neue Welt keimen wird, derjenige ist, den wir in den Boden unseres verborgenen Lebens gesät haben.


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Archiv aller bisherigen ILLEGIO-Austellungen

  • Ricchezza Dilemma Perenne
  • Il Coraggio
  • Carne
  • La bellezza della ragione
  • Cambiare
  • Nulla è perduto
  • Maestri
  • Padri e Figli
  • Amanti
  • Oltre
  • L’Ultima Creatura
  • Il Cammino di Pietro
  • I Bambini e il Cielo
  • Aldilà. L’Ultimo Mistero
  • Angeli I volti dell’invisibile
  • APOCRIFI Memorie e leggende oltre i Vangeli
  • GENESI Il mistero delle origini
  • APOCALISSE L’ultima rivelazione
  • Martino. Un santo e la sua civiltà nel racconto dell’arte
  • MYSTERIUM L’eucaristia nei capolavori dell’arte europea
illegio.it





Gastrotipp:

Hier der Link zum Albergo alla Pieve
https://maps.app.goo.gl/pJRBe49dP9pvpkLV8




La Rete Museale della Carnia








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Weitwandern in den Südalpen: Karnischer Höhenweg • KHW 403